Bild zu Mitgliederversammlung der GfU Am 16. Juli findet die Mitgliederversammlung 2022 in der Mehrzweckhalle in Seißen statt. Beginn 10:15 Uhr
Im Anschluss treffen wir uns zum GfU-Tag mit Vortrag und Bogenschiessen/Speerschleudern
Die Einladungen werden demnächst verschickt
 
Bild zu Tagesexkursion nach Mittelbaden Am 25. Mai findet die Tagesexkursion ins Zentrale Fundarchiv nach Rastatt statt, nachmittags reisen wir weiter nach Karlsruhe ins Staatl. Naturkundemuseum (Führungen in Dauerausstellung und Sonderausstellung
 
Bild zu Online-Abendvortrag von Matthias Blessing Am 5. April um 19 Uhr über das Thema:

"Grenzgänger - das Mesolithikum der sächsischen Oberlausitz im Zuge der ersten Neolithisierungswelle in Mitteleuropa"

Das Oberlausitzer Mesolithikum ist, verglichen mit anderen Regionen in Deutschland und Europa, relativ unbekannt. Und dies obwohl durch Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohletagebaus eine ganze Region archäologisch erfasst wurde. Im Zuge dieser Arbeiten wurden seit 1993 dutzende mesolithische Fundplätze entdeckt und ausgegraben - einige weitere Fundstellen noch zu Zeiten der DDR, darunter sogar mesolithische Bestattungen aus dem Tagebau Bärwalde. Es handelt sich bei diesen Fundstellen ausnahmslos um weitestgehend unstratifizierte Freilandfundstellen. Das stellt uns vor ganz andere Herausforderungen als mesolithische Inventare aus Höhlen und Abris. Eine Eigenheit des Oberlausitzer Mesolithikums ist die Datierung. Trotz einer gutbelegten spätpaläolithischen Besiedlung der Region bis ca. 10 500 BC, ist die erste belegte Siedlungsaktivität des Mesolithikums auf ca. 7000 BC zu datieren. Eine (im chronologischen Sinn) frühmesolithische Besiedlung der Region ist bisher nicht belegt. Am anderen Ende des mesolithischen Zeitrahmens gibt es eine weitere Auffälligkeit, die dem Oberlausitzer Mesolithikum eine Schlüsselrolle in der Erforschung von Kontakten zwischen spätmesolithischen Jägern- und Sammlern und frühneolithischen Bauern zukommen lassen könnte: trotz einer bandkeramischen Besiedlung im Raum Bautzen ab ca. 5300 BC, besteht im nur 40 km nördlich davon gelegenen Raum Reichwalde die mesolithische Besiedlung bis ca. 4500 BC fort. Diese zeitliche Überschneidung für beinahe ein Jahrtausend ohne gleichzeitige räumliche Überlagerung von Mesolithikum und Neolithikum ist in Deutschland bisher einzigartig. Der Vortrag fasst den bisherigen Forschungsstand zum Oberlausitzer Mesolithikum zusammen und erörtert Perspektiven und Richtungen für zukünftige Forschungen.

Der Einwahl-Link wird an die angemeldeten Teilnehmer rechtzeitig vorher versandt
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Es sind noch Plätze frei!
 
Bild zu Neuer Vortrag online gestellt Der Vortrag von Rimtautas Dapschauskas über die Evolution des Rituals vom 8.3.22 ist nun online. Bitte gehen Sie unter "Die GfU stellt sich vor" auf den Unterpunkt "Vorträge - auch online"